Licht und Insekten

Ausführliche wissenschaftliche Auseinandersetzung  und Studien zum Thema Licht und Insekten existieren überwiegend für den Bereich der Außenbeleuchtung. Zahlreiche Untersuchungen zur Anlockwirkung von Lichtquellen in der Straßenbeleuchtung  wurden aufgrund der negativen Auswirkungen auf die Insektenpopulation durchgeführt. Mit ausschlaggebend waren die früher weit verbreiteten Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, die ähnlich einem Staubsauger Millionen von nachtaktiven Insekten in Ihren Bann zogen, wo sie dann im Schein der Lampe verendeten. In den 90er Jahren hielten mit den gelb leuchtenden Natriumdampf-Hochdrucklampen erstmals energieeffizientere und zudem viel insektenfreundlichere Lichtquellen Einzug  in die Außenbeleuchtung. Mit der neuen LED-Technologie stellt sich wiederum die Frage nach höherer Effizienz und Insektenfreundlichkeit. Doch was ist eigentlich generell ausschlaggebend für die Anlockwirkung von Licht auf Insekten?

 

 

Das Lichtspektrum ist entscheidend

Die Erklärung für die Anlockwirkung von Licht liegt in erster Linie im Lichtspektrum der unterschiedlichen Lichtquellen begründet: Die Empfindlichkeit nachtaktiver Insekten für unterschiedliche Spektralbereiche des Lichts unterscheidet sich stark von der des Menschen. So sind viele Insektenaugen im Gegensatz zum menschlichen Auge für ultraviolette Strahlung (UV) und allgemein für kürzere Wellenlängen im Violett-, Blau- und Grünbereich empfindlich (etwa 350 bis 550 nm). Dagegen ist die Empfindlichkeit im gelben, orangefarbenen und roten Wellenlängenbereich (etwa 560 bis 790 nm) bei nachtaktiven Insekten viel geringer als beim Menschen. Eine im Gelb- und Orangebereich leuchtende Natriumdampf-Hochdrucklampe (höchste Intensität bei etwa 570 bis 620 nm) ist somit für Insekten weniger gut sichtbar als etwa eine Quecksilberdampf-Hochdrucklampe mit einer sehr hohen Intensität bei etwa 400 bis 430 nm.

Lichtspektrum - sichtbares Licht

 

 

Die unterschiedliche Reaktion von Insekten auf Licht verschiedener Wellenlängen macht man sich auch bei den sogenannten Insektenschutz-Lampen zunutze. Hier bekommen Glüh- oder auch Kompaktleuchtstofflampen eine gelbe Beschichtung, wodurch weniger Licht im kurzwelligen Bereich emittiert wird und so weniger Insekten angezogen werden sollen. Als Nebeneffekt der Beschichtung haben diese Leuchtmittel jedoch eine schlechtere Energieeffizienz und ein sehr gewöhnungsbedürftiges, gelbes Licht.

 

Insektenschutzlampe
Eine herkömmlilche Glühlampe und eine gelbe
Insektenschutzlampe im Vergleich

 

 

Die Lichtintensität spielt eine Rolle

Auch die Helligkeitseindrücke von Mensch und Insekt unterscheiden sich je nach Wellenlänge deutlich. So empfindet ein Insektenauge beispielsweise eine Natriumdampf-Hochdrucklampe nur etwa 1/10 so hell wie der Mensch, eine Quecksilberdampf-Hochdrucklampe  hingegen um ein Vielfaches heller. Wenn man bedenkt, dass Insekten sich ebenfalls von der Helligkeit der Lichtquelle leiten lassen, verstärkt sich hier der negative Effekt des quecksilberhaltigen Leuchtmittels noch weiter.

 

 

LED-Licht und Insekten

Mit der neu aufkommenden LED-Technologie kam eine weitere Lichtquelle hinzu, die mittlerweile ebenfalls auf ihre Insektenfreundlichkeit hin wissenschaftlich untersucht worden ist. Dabei zeigte sich, dass insbesondere warmweiße LEDs die bislang insektenfreundlichste Wahl innerhalb der gängigen Leuchtmitteltechnologien sind. Und auch im Vergleich zur Natriumdampf-Hochdrucklampe fällt der Insektenanflug auf LED-Lichtquellen deutlich geringer aus. Einen guten  Überblick über den Stand der Forschung gibt ein aktuelles Skript des Bundesamts für Naturschutz auf den Seiten 53-56.

 

 

LEDON Lampen ebenfalls untersucht

Auch über die Anlockwirkung moderner Leuchtmittel existieren bereits Studien. Im Sommer 2013 hat LEDON den Innsbrucker Entomologen (Insektenforscher) und Gerichtssachverständigen für Ökologie und  Insektenkunde Dr. DI Karel Cerny damit beauftragt, speziell für LEDON LED-Lampen und haushaltsübliche Leuchtmittel anderer Bauart einen Vergleich des Insektenanflugs durchzuführen. Dazu wurden Lichtfallen aufgestellt und Messungen über mehrere Tage vorgenommen. Betrachtet wurden drei Retrofit-Lampen unterschiedlicher Technologie, jedoch mit vergleichbaren lichttechnischen Parametern wie etwa warmweiße Lichtfarbe und Helligkeit. Das Ergebnis dieser ersten Untersuchungen anhand einer Eco-Halogenglühlampe, einer Kompaktleuchtstofflampe sowie einer LEDON LED-Lampe stützt die bisherigen Ergebnisse, wonach LED-Lampen mit warmweißer Farbtemperatur die insektenfreundlichste Wahl sind: „Die von mir durchgeführten Voruntersuchungen in 2013 haben gezeigt, dass LEDON LED-Lampen im Vergleich zu den herkömmlichen Leuchtmitteltechnologien wie Eco-Halogenglühlampe und Kompaktleuchtstofflampe weniger Insekten anziehen und somit umweltverträglicher sind.“, so das Fazit von Dr. DI Karel Cerny. Im Jahr 2014 ist vorgesehen noch weitere wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen, die dazu dienen sollen die bisherigen Ergebnisse weiter zu untermauern.

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Das Spektrum der LEDON Lampe weist eine sehr hohe
und kontinuierliche Intensität im Gelbbereich auf.

 

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Die Kompaktleuchtstofflampe weist zusätzlich eine hohe
Intensität bei kurzwelligem Licht auf.

 

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Die Glühlampe leuchtet sehr intensiv im Rotbereich,
deckt jedoch auch kürzere Wellenlängen ab.

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