Sensible LED-Lampe sucht Trafo

Möchte man Niedervolt-Halogenspots durch energieeffiziente LED-Spots ersetzen, so kann es vorkommen, dass die neuen Leuchtmittel nicht mit dem vorhandenen Transformator harmonieren. Das äußert sich dann in Phänomenen wie schwachem Leuchten, Flackern, Brummen oder die Lampe leuchtet erst gar nicht. Der Grund: Ziemlich sicher handelt es sich bei dem in der Hausinstallation verbauten Spannungswandler (230 Volt Eingangsspannung aus dem Hausnetz werden zu 12 Volt Ausgangsspannung zum Betrieb der Leuchtmittel) um einen elektronischen Trafo, der ganz auf die speziellen Bedürfnisse der zu versorgenden Leuchtmittel ausgerichtet ist. Da Niedervolt-Halogenspots sich jedoch in benötigter Leistung und Funktionsweise ganz grundsätzlich von LED-Spots unterscheiden, kann es hauptsächlich zu folgenden Problemen kommen:

 

1.    Der Transformator liefert keine „saubere“ Ausgangsspannung. LED-Lampen sind empfindliche Gesellen. Sie tolerieren – ganz im Gegensatz zu den relativ unempfindlichen Halogenlampen – Spannungsschwankungen von etwa 11,5 – 12,5 Volt. So sauber arbeiten aber viele herkömmliche und insbesondere weniger hochwertige Trafos nicht. Es kommt vor, dass die Schwankungen weit darüber liegen und sich die instabile Spannung direkt auf das Leuchtverhalten der LED-Leuchtmittel niederschlägt.

 

2.    Der Transformator benötigt eine zu hohe Grundlast. LED-Lampen sind sehr genügsam. Sie benötigen zur Bereitstellung ähnlicher Helligkeitswerte viel weniger Strom als ihre Halogelampen-Pendants. Da zusätzlich oft mehrere Niedervoltspots gemeinsam an einem Transformator betrieben werden, summieren sich die einzelnen Leistungsaufnahmen zu einer Grundlast, die z. B. beim Betrieb von drei 35 Watt Niedervolt-Spots insgesamt 105 Watt oder bei drei 7 Watt LED-Spots nur 21 Watt betragen kann. Eine Fülle an bestehenden Transformatoren arbeiten aufgrund ihrer Ausrichtung auf Halogenlampen in Grundlastbereichen, die selbst von mehreren LED-Spots zusammen nicht erreicht werden. Dies führt wiederum zu den oben erwähnten Problemen beim Betrieb.

 

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Elektrischer Trafo für NV-Halogenlampen: Die Mindestlast beträgt hier 35 Watt.

 

 

3.    LED-Lampen benötigen einen hohen Einschaltstrom. Hat man die Grundlast des bestehenden Transformators berücksichtigt und entsprechend viele LED-Lampen in das System integriert, so kann es auch jetzt zu Unverträglichkeiten kommen. Denn LED-Lampen benötigen aufgrund ihrer Funktionsweise einen hohen Einschaltstrom. Das bedeutet, dass sie nach dem Einschalten für wenige Millisekunden ein Vielfaches der beim späteren Betrieb benötigten Strommenge ziehen, um beispielsweise einen Kondensator in ihrem Innern aufzuladen. Zahlreiche herkömmliche Transformatoren sind auf die so entstehenden, hohen Stromstärken (gemessen in der Einheit Ampere) jedoch nicht ausgelegt und können früher oder später Schaden nehmen.

 

Bei der Umrüstung von Niedervolt-Halogenspots auf LED-Strahler sollten alle drei oben genannten Aspekte in Betracht gezogen werden. Dazu kann es notwendig sein einen Blick auf den vorhandenen Transformator zu werfen, wo die Angaben zu Spannbreiten bei Grundlast und Stromstärke zu finden sind. Hier sollte bei fehlenden Kenntnissen unbedingt die fachmännische Hilfe eines Elektroinstallateurs eingeholt werden. Eignet sich der vorhandene Transformator nicht zum Betrieb mit LED-Lampen, so empfiehlt sich sein Austausch gegen einen Niedervolt-Trafo, der speziell für den Betrieb mit LED-Lampen konzipiert ist. Solche Transformatoren neuerer Bauart sind bereits zu moderaten Preisen auf dem Markt erhältlich und zeichnen sich unter anderem durch die Bereitstellung einer konstanten Spannung von 12 Volt und sehr niedrige Mindestlastbereiche aus.

 

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Niedervolt-Trafo zum Betrieb mit LED-Lampen: Konstantspannung von 12 V

und eine Grundlast von lediglich 1 – 10 Watt

 

 

Wir bei LEDON testen unsere LED-Lampen regelmäßig mit einigen der unserer Meinung nach gängigsten Transformatoren und stellen eine laufend aktualisierte Liste getesteter und zu empfehlender Trafos auf unserer Homepage bereit.

 

Noch ein Hinweis: Sollen die eingesetzten LED-Spots zusätzlich gedimmt werden, so empfiehlt sich gleich der Einsatz eines Trafos, der auf den Betrieb mit Dimmern abgestimmt ist. Und dann gilt es nur noch, einen auf den Betrieb mit LED-Lampen ausgerichteten Dimmer zu finden. Doch das ist dann ein anderes Kapitel.

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